Blüchern – Das historische Kartenglücksspiel
Blüchern – Das historische Kartenglücksspiel
Das Spiel „Blüchern“ ist ein klassisches Glücksspiel, das vor allem im 19. Jahrhundert weit verbreitet war. Es trägt den Namen des preußischen Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher, der dieses einfache Wettspiel sehr geschätzt haben soll. Heute wird es weniger als hazardes Glücksspiel um hohe Einsätze, sondern eher als geselliges Gesellschaftsspiel gepflegt.
Blüchern – Das historische Kartenglücksspiel
Das Spiel „Blüchern“ ist ein klassisches Glücksspiel, das vor allem im 19. Jahrhundert weit verbreitet war. Es trägt den Namen des preußischen Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher, der dieses einfache Wettspiel sehr geschätzt haben soll. Heute wird es weniger als hazardes Glücksspiel um hohe Einsätze, sondern eher als geselliges Gesellschaftsspiel gepflegt.
1. Material und Spieleranzahl
Spieler: Beliebig viele Personen spielen gegen einen Bankier.
Karten: Ein französisches Blatt mit 52 Karten (Rommé-Blatt). Alternativ kann auch ein Skatblatt mit 32 Karten verwendet werden.
Wett-Tafel: In der Mitte des Tisches liegt eine Tafel (oder ein Blatt Papier) mit den Zahlen 1 bis 13.
Einsätze: Spielchips, Münzen oder andere Marker.
2. Vorbereitung
Zuerst wird ein Bankier bestimmt. Dieser mischt das Kartendeck gründlich und lässt einen der Mitspieler abheben. Danach legt der Bankier den Stapel als verdeckten Talon vor sich ab. Bevor die erste Karte gezogen wird, platzieren alle Spieler ihre Wetteinsätze auf den Feldern der Wett-Tafel (Zahlen 1 bis 13), auf die sie setzen möchten.
3. Spielablauf
Das Spiel besteht aus insgesamt vier Runden. Pro Runde werden genau 13 Karten vom Stapel gezogen und laut durchgezählt.
Das Aufdecken: Der Bankier zieht nacheinander 13 Karten vom Talon. Dabei zählt er laut von eins bis dreizehn mit und deckt die entsprechende Karte für alle sichtbar auf.
Treffer für die Bank: Stimmt der Wert der gezogenen Karte exakt mit der laut angesagten Zahl überein (z. B. die fünfte gezogene Karte ist eine 5), gewinnt die Bank. Der Bankier zieht in diesem Fall sofort alle Einsätze ein, die auf dem entsprechenden Zahlenfeld der Tafel liegen.
Gewinn für die Spieler: Wenn nach dem Aufdecken aller 13 Karten einer Runde ein Zahlenfeld nicht vom Bankier getroffen wurde, verdoppelt die Bank alle Einsätze, die sich noch auf diesem Feld befinden.
Auszahlung oder Re-Investment: Die Spieler haben nach jeder Runde die Wahl: Sie können sich ihren Gewinn (den verdoppelten Einsatz) auszahlen lassen, ihn auf dem Feld für die nächste Runde stehen lassen oder ihre Einsätze auf der Tafel neu verteilen.
4. Spielende
Eine Partie Blüchern endet nach genau vier Durchgängen, sobald der Talon (bei 52 Karten) vollständig aufgebraucht wurde. Danach kann die Rolle des Bankiers im Uhrzeigersinn an den nächsten Spieler übergeben werden.
Strategischer Hinweis
Da es sich um ein reines Glücksspiel handelt, gibt es keine taktischen Spielzüge im eigentlichen Sinne. Der Reiz liegt in der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass über 13 Karten hinweg bestimmte Zahlenwerte erscheinen oder eben ausbleiben.
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