Lorum – Das Chamäleon unter den Kartenspielen 
Kategorie: Kartenspiele / Klassiker
Heute präsentiere ich euch ein Spiel, das eigentlich acht Spiele in einem ist: Lorum. Wer gerne Abwechslung am Spieltisch hat und sich nicht auf eine einzige Taktik verlassen möchte, wird dieses Spiel lieben.
Was ist Lorum?
Lorum ist ein traditioneller Zyklus aus der "Stiche-Familie", der vor allem im Donauraum tiefe Wurzeln hat. Es wird mit einem Blatt aus 32 Karten gespielt (Ass, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7). Das Besondere? Ein kompletter Durchgang besteht aus acht verschiedenen Disziplinen, die nacheinander weggespielt werden müssen.
Die Herausforderung: Flexibilität ist alles!
In einer Runde musst du tunlichst vermeiden, Herzen zu stechen, in der nächsten sind plötzlich alle Buben oder Damen "giftig". Dann folgt eine Runde, in der du gar keinen Stich machen darfst, nur um kurz darauf im Finale – dem eigentlichen Lorum – als Erster alle Karten durch geschicktes Anlegen loszuwerden.
Das Nadelöhr: In der Lorum-Runde darf man nur mit den Buben beginnen. Hast du keinen Bube auf der Hand und niemand legt einen, blockiert das Spiel – Nervenkitzel pur!
Die Taktik: Man muss ständig umdenken. Was in Runde 1 eine schlechte Karte war, kann in Runde 6 dein Ticket zum Sieg sein.
Das Material: Für diesen Klassiker nutze ich mein bestes französisches Blatt. Da man bei Lorum oft Minuspunkte sammelt, eignen sich kleine, selbstgedruckte Jetons oder Spielmarken hervorragend, um den Punktestand stilvoll festzuhalten.
Mein Fazit zur Nr. 151
Lorum ist das ultimative Gesellschaftsspiel für einen langen Abend. Es ist gesellig, manchmal gnadenlos, aber immer fair, weil jeder Spieler einmal die Chance hat, als Geber durch den gesamten Zyklus zu führen. Ein absolutes Muss für jede ernsthafte Kartenspiel-Sammlung!